Ein Museum für Archäologie in Traunkirchen

 

"Das ehemalige Kloster Traunkirchen ist ein idealer Platz, die Archäologie des Salzkammerguts darzustellen"

 

 

Mit diesem Satz wurde der Artikel über die Ausstellung "Schätze - Gräber - Opferplätze" im Katalog der Landesausstellung 2008 eröffnet. Die Präsentation spektakulärer Funde aus dem Salzkammergut erwies sich damals als Besuchermagnet und ist allen, die sie erleben durften, noch in guter Erinnerung. "Könnten wir doch aus dieser Ausstellung eine Dauereinrichtung machen!" war damals ein oft gehörter Satz. 

Die Errichtung eines Museums in Traunkirchen war von Beginn an ein Ziel von Archekult. Im Lauf der Jahre wurde in dieses Ziel viel Arbeit investiert. 

In einer eigenen Arbeitsgruppe wurde ein wissenschaftliches Konzept erarbeitet, das unter dem Motto „Salzstraße“ die hallstattzeitliche Siedlung in einen größeren geographischen und wirtschaftlichen Zusammenhang stellt. Diese Konzeption spiegelt die Methodik der aktuellen Forschung, aber auch die moderne Didaktik in der Wissensvermittlung wieder. Als möglicher Standort des Museums wurde das ehemalige Mesnerhaus des Klosters gefunden, das neben seiner zentralen Lage und Einbindung in den historischen Baukomplex auch die Anbindung an die bestehende touristische Infrastruktur bietet. Die notwendige Renovierung und Gestaltung des Museums wird natürlich Geld kosten. Nach langen Besprechungen, die sowohl vom Interesse der Gemeindevertreter an diesem kulturell hochinteressanten Projekt als auch von deren verantwortungsvollem Umgang mit den finanziellen Ressourcen geprägt waren, wurde nunmehr in der Gemeinderatssitzung am 14.12.2017 der Grundsatzbeschluss zur Finanzierung von 40% der Kosten gefasst. Dieser Beschluss ist auch die Basis für die Einreichung bei der Leaderregion Traunsee, die hochwertige Projekte mit 60% der Gesamtkosten fördert. Die finanzielle Basis ist daher als gesichert anzusehen. Bis zur Verwirklichung kommt natürlich noch viel Arbeit auf uns zu – von der Planung, der Mitarbeit bei der Bauausführung und Gestaltung des Museums bis zur Erstellung eines Betriebskonzepts. Helfende Hände sind daher auch in Zukunft stets herzlich willkommen!


Pressekonferenz zum Museumsprojekt am 21.2.2018

Bericht in den OÖ Nachrichten vom 22.2.2018:

 

Traunkirchen wird zu einer archäologischen Pilgerstätte

TRAUNKIRCHEN. "Wege zum Salz": In der Klosteranlage entsteht ein Museum, das weit in die Vergangenheit zurückführt.

Die bedeutendsten Salzkammergut-Siedlungen in der Bronzezeit waren Hallstatt und Traunkirchen. Der eine Ort verdankte seine Existenz dem Salzabbau, der andere dem Salztransport und -handel. Der Archäologe Anton Kern, Grabungsleiter im Hallstätter Hochtal, geht davon aus, dass die Menschen am Hallstättersee und am Traunsee eng zusammenarbeiteten.

Initiative von Archekult

Wenn Traunkirchen im Jahr 2020 das tausendjährige Jubiläum seines Klosters feiert, greift der kleine Ort diese Salztradition wieder auf: Im Mesnerhaus des Klosters wird das Archäologische Museum Traunkirchen eröffnet. Die Initiative dazu kam vom Kulturverein Archekult. Dessen Obmann Manfred Schindlbauer bemüht sich seit Jahren um das reiche archäologische Erbe Traunkirchens. Im Ort werden seit Jahrhunderten immer wieder Funde aus der Frühzeit gemacht.

Eine reiche Sammlung dieser Funde ist künftig öffentlich zu besichtigen. Thematisiert werden dabei auch urgeschichtliche Salzwege in benachbarte Regionen.

"Wir möchten aber viel mehr sein als nur ein Museum", sagt Schindlbauer, der vor seiner Pensionierung Lehrer am Bundesrealgymnasium Gmunden war. "In Traunkirchen soll Archäologie auch erforscht und vermittelt werden. Vor allem soll daraus ein touristisches Angebot entstehen."

Vernetzung mit anderen Orten

Das Archäologische Museum Traunkirchen vernetzt sich zu diesem Zweck mit anderen Orten der Region, in denen archäologische Fundstücke zu sehen sind (beispielsweise im Laakirchner Rathaus) und wird in Zusammenarbeit mit Reisebüros geführte Touren anbieten, die natürlich auch nach Hallstatt führen werden. Archäologische Wanderungen sollen stattfinden, aber auch Workshops, Vorträge und andere Veranstaltungen. Dazu wird auch noch eine Fachbibliothek eingerichtet sowie ein wissenschaftlicher Arbeitsplatz für Archäologen. "Schön wäre es auch, wenn Grabungen forciert würden", so Schindlbauer. "Im Boden unserer Region schlummern noch viele Schätze."

Der Umbau des Mesnerhauses wird rund 300.000 Euro kosten. Über die LEADER-Region Traunstein werden 60 Prozent davon mit EU-Geldern aufgebracht. Die verbleibenden 120.000 Euro bezahlt Traunkirchen. Darauf einigten sich die Fraktionen einstimmig. "Wer werden dafür eine Liegenschaft verkaufen. Welche das ist, soll bis zum Sommer feststehen", sagt VP-Bürgermeister Christoph Schragl. "Für Traunkirchen ist das Projekt eine große Chance, die wir nützen müssen."

Die Verantwortung für den laufenden Betrieb übernimmt der Verein Archekult ehrenamtlich.

Aus den "Tips" vom 24.2.2018:

TRAUNKIRCHEN. Mit Gräberfeldern im Innenhof des Klosters und auf der „Klettenwiese“, einem mutmaßlichen Brandopferplatz auf dem Johannesberg und Siedlungen im ehemaligen Kostergarten weist Traunkirchen reiche Funde aus der späten Bronze- und älteren Eisenzeit auf. Künftig sollen sie im ehemaligen „Mesnerhaus“ des Klosters ein eigenes Museum bekommen.

Initiiert wurde das Projekt vom 2011 gegründeten „Verein Archekult – Initiative für Archäologie und Kultur in Traunkirchen“. Dessen Obmann Manfred Schindlbauer gelang es in den vergangenen Jahren, die vereinseigene Sammlung an archäologischen Fundstücken zu erweitern, dazu kamen Leihgaben des Landesmuseums. Besonders freute man sich, als das Bundesdenkmalamt die 1998 im Innenhof des Klosters gemachten Funde als Dauerleihgabe nach Traunkirchen zurück brachte. 

Vor rund einem Jahr entstand die Idee, für die Objekte, die derzeit in einem Ausstellungsraum im Gemeindeamt zu sehen sind, im ehemaligen „Mesnerhaus“ im Innenhof des Klosters eine neue Heimat zu schaffen.

Überregionale Bedeutung Traunkirchens zur Bronzezeit

Von einer überregionalen Bedeutung Traunkirchens zeugen vor allem reiche Funde aus der Urnenfelderzeit (10./9. Jahrhundert v. Chr.) und der Älteren Hallstattzeit (8./7. Jahrhundert v. Chr.). Der damalige Aufschwung der auf einer an sich siedlungsfeindlichen Stelle am Westufer des Traunsees gelegenen Siedlung sei allein durch einen engen Zusammenhang mit dem Bergbauzentrum Hallstatt zu erklären, so Manfred Schindlbauer: „Traunkirchen hätte es ohne Salz, ohne Hallstatt zur Bronzezeit nicht gegeben.“

Lebendige Schau, Workshops und Wechselausstellungen

Diese urgeschichtliche Bedeutung Traunkirchens soll im nun geplanten „Archäologischen Museum Traunkirchen“ ebenso präsentiert werden, wie die „Schätze des Salzkammerguts“: der Abbau von Salz, Silber, Gold und Kupfer im Salzkammergut. Und auch die frühen Salzwege, auf denen Hallstattsalz über Berg und entlang der Flüsse teils bis ans Schwarze Meer transportiert wurde, sind ein wichtiges Thema.

Wechselausstellungen mit ur- und frühgeschichtlichen Sammlungen aus anderen Gemeinden des Bezirks sollen die Dauerausstellung ergänzen. Die Einrichtung einer Fachbibliothek ist ebenso geplant wir die Errichtung eines archäologischen Rundweges.

Für eine Belebung des Museums sollen regelmäßige Vorträge und Workshops sorgen – auch das seit 2012 vom Verein Archekult jährlich organisierte „Fest für die Archäologie“ wird einbezogen.

„Wege zum Salz“

Das Museum soll nicht für sich alleine stehen: Im Rahmen des Regionalprojektes „Wege zum Salz“ ist eine enge Zusammenarbeit mit den umliegenden Regionalmuseen geplant. Weitere Ideen sind touristische „archäologische Themenfahrten“ durch das Salzkammergut, sowie Kooperationen mit Schulen. „Uns kommt hier “zugute„, dass im Oberstufen-Lehrplan der Höheren Schulen die Urgeschichte nicht mehr enthalten ist. Die Geschichte des Menschen beginnt für die Schüler erst bei den Griechen – diese Lücke könnte wir füllen“, schlägt Manfred Schindlbauer vor.

Hoffen auf Leader-Gelder

Zur Deckung des Finanzbedarfs von rund 300.000 Euro hofft man auf Mittel aus dem Leader-Fonds. Die Chancen dafür stehen gut, betont Leader-Geschäftsführerin Agnes Pauzenberger, die im Sommer mit einer Entscheidung rechnet. Angestrebt wird eine 60-prozentige Förderung, der Rest von etwa 120.000 Euro müsste von der Gemeinde kommen. „Es gibt sicher Flächen oder Wälder, die die Gemeinde nicht unbedingt braucht“, erklärt dazu Bürgermeister Christoph Schragl. Das Projekt wird – vorbehaltlich der Zuerkennung der Förderung – von allen Fraktionen im Gemeinderat getragen.

Eröffnung schon 2020

 

Der Zeitplan für das Projekt ist jedenfalls ambitioniert: „2020 wird das Kloster tausend Jahre alt. Zu diesem Jubiläum würden wir gern eröffnen – das ist zwar knapp, aber machbar“, so Schindlbauer.

Präsentation des Projekts 5.4.2018

Am 5.4.2018 wurde das Museumsprojekt beim Verein für Regionalentwicklung - Leader - präsentiert. Ein wichtiger  Termin, hing von der positiven Bewertung doch die Bewilligung der dringend benötigten Subventionen ab. Erfreulicherweise wurde das Projekt schon nach kurzer Beratung angenommen, auch vom Land OÖ liegt schon eine positive Stellungnahme vor. Dem Ansuchen steht somit nichts mehr im Wege!


Museumsverbund im Salzkammergut

TRAUNKIRCHEN. Unter dem Titel "Wege zum Salz" arbeiten archäologische Museen zusammen.

Museumsverbund im Salzkammergut

Fund aus dem Salzkammergut Bild: OÖN

Das Salzkammergut ist für Archäologen eine attraktive Region. 7000 Jahre Salzabbau und -handel haben im wahrsten Sinne des Wortes ihre Spuren hinterlassen.

Neun Museen schließen sich nun zusammen, um die vielen Funde und die wissenschaftlichen Erkenntnisse gemeinsam besser vermitteln zu können. "Wege zum Salz – Archäologie im Salzkammergut" heißt der Verbund, an dem sich unter anderem das Welterbemuseum Hallstatt, die Kammerhofmuseen Bad Aussee und Gmunden sowie das Haus der Kultur in St. Georgen im Attergau beteiligen. Koordiniert wird die Gruppe vom Kulturverein Archekult Traunkirchen. In der kleinen Traunseegemeinde entsteht bis Herbst 2020 ein eigenes archäologisches Museum.

"Wir möchten unsere Kräfte bündeln", sagt Archekult-Obmann Manfred Schindlbauer. "Gemeinsam können wir das Interesse der Öffentlichkeit steigern und über gemeinsame Marketingmaßnahmen unsere Besucherzahlen erhöhen."

Der Verbund plant gemeinsame Werbeauftritte und Veranstaltungen. In Kooperation mit Reiseveranstaltern könnten thematische Touren durch das Salzkammergut angeboten werden. Sonderausstellungen sollen von Museum zu Museum weitergereicht werden. Auch an eine enge Zusammenarbeit mit Schulen ist gedacht. "Ein Teil der archäologischen Funde im Salzkammergut ruht im Dornröschenschlaf und wird kaum adäquat präsentiert", sagt Schindlbauer. "Gemeinsam können wir hier viel bewegen." (ebra)

Bericht in den "Oberösterreichischen Nachrichten", November 2018

Museumsprojekt - Stand Juni 2019

Unser Museumsprojekt ging im heurigen Jahr durch einige Höhen und Tiefen. Wie allgemein bekannt ist, war der Umbau des Mesnerhauses im Kloster Traunkirchen zum Museum bereits beschlossene Sache. Leider stellte sich nach Beginn der Arbeiten heraus, dass die schlechte Bausubstanz und das feuchte Raumklima zusätzliche Investitionen erfordert hätten, die die Kosten explodieren ließen. Auch der nächste ins Auge gefasste Standort – die damals noch leerstehende Klosterstube – erwies sich bei Messungen der Luftfeuchtigkeit als ungeeignet. Schließlich konnte nach längeren Verhandlungen mit der Gemeinde eine Lösung gefunden werden. Als neuer Standort des Museums ist der Stiftersaal mit seinen Nebenräumen vorgesehen. Diese Variante bietet einige Vorteile: Das Raumklima ist günstig, trocken und temperiert, sodass die Sicherheit der Exponate gegeben ist. In diesen Räumen wurden auch bei der sehr erfolgreichen Landesausstellung 2008 die Archäologischen Fundstücke der Region präsentiert. Durch die Nachbarschaft mit dem Handarbeitsmuseum bietet sich die Chance zur Zusammenarbeit, wodurch auch die Öffnungszeiten großzügiger  gestaltet werden können. Um die Besucher auf die Museen aufmerksam zu machen, ist auch die Neugestaltung des Eingangsbereichs neben dem Torbogen vorgesehen.

Der Objektwechsel erfordert natürlich wieder einiges an Organisation, vor allem eine Änderung der Förderungsanträge und des Museumskonzepts. Der Gemeinde als Träger des Museums obliegt es nun, die Kostenschätzungen zu aktualisieren, um die bereits zugesagten EU-Förderungen auf den neuen Standort zu übertragen und per Ausschreibung einen Bauträger, Architekten und eine Museumsgestaltungsfirma zu finden. Wir von Archekult werden uns mit dem überarbeiteten Museumskonzept einbringen, sobald uns Ansprechpartner genannt werden.

 

Hauptversammlung 10.10.2019 - Museumsbericht

Seit der Gründung des Vereins ist die Eröffnung eines Museums, das der Bedeutung Traunkirchens in der Hallstattzeit gerecht wird, unser erklärtes Ziel. Am 15.9.2016 wurde im Gemeinderat der einstimmige Beschluss zum Bau dieses Museums gefasst. Als Träger fungiert nach diesem Plan die Gemeinde, der Verein Archekult wird mit dem Betrieb auf ehrenamtlicher Basis beauftragt. Als Standort war das ehemalige Mesnerhaus vorgesehen.

Seither wurden von unserer Seite intensive Vorbereitungen unternommen. Insbesondere die Ausarbeitung eines wissenschaftlich fundierten Konzepts nahm viel Zeit in Anspruch. Gleichzeitig wurde die Idee geboren, eine Plattform mit ähnlichen Museen im Salzkammergut zu bilden, um die wissenschaftliche Arbeit, aber auch die Öffentlichkeitsarbeit zu koordinieren.

Die Konzepte wurden bei der Leaderregion Traunsee präsentiert und positiv bewertet. Eine Förderung der EU in Höhe von 60% der Gesamtkosten (bei damals geschätzten Kosten von 285.000 €) wurde zugesagt.

Von der Gemeinde wurde Architekt Ellmauer mit der Ausführung beauftragt, unter seiner Aufsicht wurden erste Arbeiten im Mesnerhaus durchgeführt. Darauf mussten jedoch die Kostenschätzungen nach oben korrigiert werden. Hauptgrund dafür ist die schlechte Bausubstanz des Hauses, die umfangreiche Sanierungs- und Trockenlegungsarbeiten erforderlich gemacht hätte. Die von verschiedenen Seiten geäußerte Unterstellung, der Verein hätte eine unrealistisch niedrige Schätzung abgegeben, um die Zustimmung der Gemeinde zum Projekt zu erhalten, entbehrt jeder Grundlage und wird strikt zurückgewiesen.

Auf der Suche nach Alternativen zum Mesnerhaus wurde die Klosterstube besichtigt. Diese Räume erwiesen sich jedoch bei einer Besichtigung durch die Landeskonservatorin wegen der hohen Luftfeuchtigkeit als ungeeignet für ein Museum. Darauf wurde von der Gemeinde der Stiftersaal als Standort ausgewählt. Dieser bietet einige Vorteile: es sind keine größeren Umbauarbeiten erforderlich, das Raumklima ist für archäologische Ausstellungsobjekte geeignet, eine Kooperation mit dem Handarbeitsmuseum ist möglich. Natürlich werden auch hier Kosten anfallen. Für die Gestaltung eines Museums sind nach aktuellem Standard 1.200 € pro qm Ausstellungsfläche zu rechnen, bei den vorhandenen 110 qm also 132.000 €, dazu kommen noch Renovierungsarbeiten und die Bauarbeiten für einen gemeinsamen Empfangsraum der beiden Museen.

Im Mai 2019 wurde im Gemeinderat der Beschluss gefasst, das Museum im Stiftersaal zu errichten.

Die Förderzusage der Leaderregion gilt prinzipiell auch für den neuen Standort, allerdings muss eine entsprechende Meldung und aktualisierte Kostenschätzung von der Gemeinde eingebracht werden. Dies ist leider seit Mai nicht geschehen, weshalb ein Verlust der zugesagten Fördermittel möglich ist.

Vom Tourismusverband wurde von der Gemeinde die Information gewünscht, ob die Museumseröffnung in das Programm für das 1000-Jahr Jubiläum des Klosters aufgenommen werden kann. Diese Meldung ist nicht erfolgt.

Eine Gemeinderatssitzung war im September geplant, wurde auf Oktober verschoben. Vom Finanzausschuss wurde inzwischen beschlossen, die Gesamtkosten für das Museum mit 200.000 € zu begrenzen. Damit verzichtet die Gemeinde auf Förderungen in Höhe von 50.000 €. Es stellt sich auch die Frage, ob mit dieser Summe ein herzeigbares Museum gestaltet werden kann.

Die nächste Gemeinderatssitzung, die sich mit dieser Frage beschäftigen könnte, wurde für 23.10. geplant. Die nächste Leader-Sitzung, bei der über die Förderung entschieden wird, findet am 24.10. statt. Fr. Pauzenberger von Leader hat daher dringend die Entscheidung am 23.10. eingefordert. Die Gemeinderatssitzung wurde darauf kurzfristig auf den 24.10. verschoben. Die nächste Leadersitzung ist im Frühjahr.

Mittlerweile wurden vom Architekten Museumsgestaltungsfirmen eingeladen, die Kostenschätzungen abgeben sollen, um die Gemeinde in ihrer Entscheidung zu unterstützen. Im Verein wird weiter am wissenschaftlichen Konzept gearbeitet. Durch unser neues Mitglied Fr. Manuela Leibetseder (Archäologin und Kulturvermittlerin) wird ein Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit erarbeitet. Der Gemeinde – als Träger des Museums – obliegt es jedoch, die entsprechenden Räumlichkeiten, Bauarbeiten und Förderungsansuchen zu organisieren. Dabei können wir nur unterstützend tätig werden.

 

Leider entsteht jedoch der Eindruck, dass die Verwirklichung des Museums bei der Gemeinde nicht oberste Priorität hat. Eine Eröffnung im Frühjahr 2020 zum Klosterjubiläum ist jedenfalls unrealistisch. Manfred Schindlbauer appelliert daher an die Gemeinde,  ein Museum, das der archäologischen Bedeutung Traunkirchens würdig ist, zu planen und in absehbarer Zeit zu verwirklichen.